© Gästeinformation Benediktbeuern © Gästeinformation Benediktbeuern © Gästeinformation Benediktbeuern © Kloster Benediktbeuern © Kloster Benediktbeuern © Kloster Benediktbeuern © Kloster Benediktbeuern © Kloster Benediktbeuern © Kloster Benediktbeuern © Kloster Benediktbeuern © Kloster Benediktbeuern © Kloster Benediktbeuern


Name des Monuments:

ehem. Benediktinerabtei St. Benedikt

Auch bekannt als:

Kloster Benediktbeuern

Ort:

Benediktbeuern, Oberbayern, Deutschland

Contact Detailsehem. Benediktinerabtei St. Benedikt
Kloster der Salesianer Don Boscos
Don-Bosco-Straße 1
83671 Benediktbeuern
T : Kirche: (08857) 69289-0
Klostergebäude: (08857) 88-0
F : Kirche: (08857) 69289-18
Klostergebäude: (08857) 88-199
E : Kirche: info@pfarramtbenediktbeuern.de
Klostergebäude: info@kloster-benediktbeuern.de
Kirche: Pfarramt St. Benedikt (Bistum Augsburg)
Klostergebäude: Kloster der Salesianer Don Boscos (Responsible Institution)

Datierung des Objektes:

1669-1673 Konventstock inklusive Chorgebäude
1682-1686 Langhaus der Abteikirche
1695-1731 Arkadenhof
1708-1716 Ökonomie
1722-1725 Archiv- und Bibliotheksbau
1750-1758 Anastasiakapelle

Künstler:

Architektur von Konventstock und Chorgebäude: Marx Schinnagl (1612-1681);
Architektur der Abteikirche sowie Stuck in Konventstock und Chorgebäude: Kaspar Feichtmayr d.Ä. (1639-1704);
Stuck in der Abteikirche: Giovanni Nicolò Perti und Prospero Brenno (gest. 1699); Franz Edmund Doll (1744-1824);
Deckenfresken in der Abteikirche: Hans Georg Asam (1649-1711);
Architektur von Arkadenhof und Bibliotheksbau: Frater Michael Ötschmann OSB (1670-1755);
Stuck und Fresken in Bibliothek und Fürstentrakt: Johann Baptist (1680-1758) und Johann Joseph (1707-1743) Zimmermann;
Architektur der Ökonomie: Pater Christoph Vogt OSB (1648-1725);
Architektur der Anastasiakapelle: Johann Michael Fischer (1692-1766);
Stuck und Hochaltar in der Anastasiakapelle: Johann Michael Feichtmayr (1696-1772);
Deckenfresken in der Anastasiakapelle: Johann Jakob Zeiller (1710-1783)

Bezeichnung / Denkmalgattung:

Sakralbau (Kloster)

Bauherr(en):

Äbte Amand Thomamiller (reg. 1661-1671), Placidus Mayr (reg. 1672-1689), Eliland Öttl (reg. 1690-1707), Magnus Pachinger (reg. 1707-1742) und Leonhard Hochenauer (reg. 1742-1758)

Geschichte:

Die legendär um 742 gegründete, heute von den Salesianern Don Boscos mit neuem Leben erfüllte Benediktinerabtei gilt als zweitältestes Kloster Altbayerns und ist zudem im Besitz einer Armreliquie des Ordensheiligen St. Benedikt gewesen. Diesem ehrwürdigen Rang gemäß ließ sie auch als eines der ersten Klöster des Landes ihre Gebäude ab 1669 sukzessive erneuern, angefangen mit dem Geviert des inneren Konventstocks und endend mit dem 1731 geschlossenen Geviert des äußeren Arkadenhofes. Die letzte bedeutende Baumaßnahme galt um 1750 der Erneuerung der Anastasiakapelle, deren Reliquien das Ziel lukrativer überregionaler Wallfahrten waren.

Beschreibung:

An die hochbarocke Abteikirche, die als basilikaler, pionierhaft mit Deckengemälden geschmückter Emporensaal dem Salzburger Dom verpflichtet ist, schließt, verbunden über den frühbarocken doppeltürmigen Chor- und Sakristeibau, der ebenfalls frühbarocke dreiflügelige Konventstock an, mit Kreuzgang, Kapitelsaal und Refektorium im Erdgeschoß sowie Festsaal und Mönchszellen in den oberen Geschossen. Die traditionelle Arkadenarchitektur des großen äußeren Ehrenhofes täuscht darüber hinweg, dass dieser bereits dem Spätbarock angehört. An ihm liegen unter anderem nordseitig Seminarräume und südseitig der repräsentative Fürstentrakt, dessen Zentrum das Zeremonialtreppenhaus und der Neue Festsaal bilden. In feuersicherem Abstand sind der riesige vierflügelige Wirtschaftshof sowie das Archiv- und Bibliotheksgebäude errichtet.

View Short Description

Die ehrwürdige, zweitälteste Benediktinerabtei Altbayerns wurde in der Barockzeit sukzessive erneuert und bietet mit ihren weitläufigen Gebäuden einen Querschnitt durch alle Dekorationstile der Epoche, beginnend beim frühbarocken Felderstuck des Mönchschores über den üppigen hochbarocken Stuck der Abteikirche hinweg zu den eleganten Régence-Dekorationen des Fürstentraktes und dem kapriziösen Rokoko der Anastasiakapelle.

Wie wurde das Monument datiert:

Durch chronikale Nachrichten.

Special features

Mönchschor

Obergeschoss des Chorgebäudes

1673

Architektur: Marx Schinnagl (1612-1681); Stuck: Kaspar Feichtmayr d.Ä. (1639-1704)

Das Sterngewölbe des Betchors der Mönche zählt zu den schönsten frühbarocken Räumen Altbayerns. Ein Engelsreigen präsentiert die Leidenswerkzeuge Christi.

Alter Festsaal

2. Obergeschoss im Westtrakt des Konventstocks

1672-1675 Einrichtung
um 1690 Ergänzung des Deckenstucks

Architektur: Marx Schinnagl (1612-1681); Stuck: Kaspar Feichtmayr d.Ä. (1639-1704), Nicolò Perti oder Prospero Brenno; Deckengemälde: Stephan (1622-1700) und Michael Kessler (geb. 1649)

Der mit zwei prächtigen Säulenportalen gezierte frühbarocke Festsaal erfuhr eine hochbarocke Überarbeitung mittels vollplastischem Stuck. Die allegorischen Deckenbilder handeln als komplexer Lebensspiegel von den Jahreszeiten, den Elementen Feuer, Wasser Luft und Erde, der Tier-, Pflanzen- und Mineralienwelt, vom ewigen Kreislauf von Tugend und Laster, dem Wirken Christi in Verbrämung als Jäger, Fischer und Gärtner sowie dem daraus resultierenden Triumph der vernunftbetonten gläubigen Seele.

Benediktsaltar (Hochaltar der Abteikirche)

Presbyterium der Abteikirche

1686 Mensa, Retabel und Nischenskulpturen
1696 Tabernakel
1788 Altarblatt
1790 Auszug und Tabernakelfiguren

Altararchitektur: Johann Georg Guggemos (1636-1703); Nischenskulpturen und Engel: Balthasar Ableithner (1614-1705); Auszug: Franz Edmund Doll (1744-1824); Altarblatt: Martin Knoller (1725-1804)

Der die Innenfassade von Sakristei und Mönchschor durch Figurennischen miteinbeziehende Hochaltar ist der älteste Teil einer kostbaren marmornen Altarausstattung. Ergänzt wurde die Säulenädikula des Retabels im Lauf der Zeit um einen Tabernakel, ein neues Altarblatt, das den Ordensgründer zusammen mit dessen Schwester Scholastika zeigt, sowie einen Auszug, dessen große Uhr das Verrinnen der Zeit anmahnt.

Neuer Festsaal (Fürstensaal; jetzt Hauskapelle des Klosters)

1. Obergeschoss im Südtrakt des Arkadenhofes

1731-1733

Stuck und Fresken: Johann Baptist (1680-1758) und Johann Joseph (1707-1743) Zimmermann

Der idealiter für den Empfang des bayerischen Kurfürsten als Landesherrn konzipierte Festsaal ist im höfischen Régencestil dekoriert. Das zentrale Deckenbild versetzt die Gründung der Abtei in die damalige Gegenwart, um das ambivalente Verhältnis zwischen klösterlicher Herrschaftstreue und herrscherlicher Fürsorge zu bekräftigen.

Anastasiakapelle

nördlich neben Presbyterium und Sakristei der Abteikirche

1750-1758

Architektur: Johann Michael Fischer (1692-1766); Stuck und Hochaltar: Johann Michael Feichtmayr (1696-1772); Altarblätter des Anastasia- und Immakulata-Altares: Jacopo Amigoni (1682-1752); Fresken: Johann Jakob Zeiller (1710-1783)

Marmorne, elegant durch Bögen verbundene Pfeiler tragen ein mit virtuosem Rocaille-Stuck dekoriertes Gewölbe, an das als Vision die Aufnahme der hl. Anastasia in den Himmel gemalt ist. Das qualitätvolle venezianische Hochaltarblatt verbildlicht den Wallfahrern die Fürbitte der Heiligen bei Kopf- und Geisteskrankheiten aller Art. Kaprizöse Seitenaltäre von der Hand des berühmten Ignaz Günther vervollständigen die kostbare Ausstattung.

Literaturauswahl:

Weber, L. SDB, Kloster Benediktbeuern. Hoheits-, Wirtschafts- und Kulturzentrum seit dem frühen 8. Jahrhundert im Pfaffenwinkel (Große Kunstführer 23), Neubearbeitung, Regensburg, 2003.
Weber, L. SDB, Kloster Benediktbeuern. Mit Päpstlicher Basilika und Anastasiakapelle (Kleine Kunstführer 34), 11. neubearbeitete Auflage, Regensburg, 2001.
Jahn, P. H., „Die Baugestalt der barocken Klosterkirche St. Benedikt zu Benediktbeuern (1672-1686). Italienisches und Einheimisches in der altbayerischen Sakralarchitektur des 17. Jahrhunderts“, Oberbayerisches Archiv 123, 1999, 75-234.
Kirmeier, J./Treml, M. (eds.), Glanz und Ende der alten Klöster. Säkularisation im bayerischen Oberland 1803 (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur 21/91), München, 1991, 51-77, 185-206
Bauer, H./Rupprecht, B. (eds.), Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Bd. 2: Freistaat Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern. Die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen – Garmisch-Partenkirchen – Miesbach, München, 1981, 38-133.

Citation:

Peter Heinrich Jahn "ehem. Benediktinerabtei St. Benedikt" in "Discover Baroque Art", Museum With No Frontiers, 2017. http://www.discoverbaroqueart.org/database_item.php?id=monument;BAR;de;Mon12;19;de

Autor: Peter Heinrich Jahn

MWNF Arbeitsnummer: DE3 19

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